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1778–1842

Erndtelied .

Clemens Brentano

Es ist ein Schnitter, der heißt Tod, Hat Gewalt vom höchsten Gott, Heut wezt er das Messer, Es schneidt schon viel besser,

Bald wird er drein schneiden, Wir müssens nur leiden. Hüte dich schöns Blümelein! Was heut noch grün und frisch da steht,

Wird morgen schon hinweggemäht: Die edlen Narcissen, Die Zierden der Wiesen, Die schön' Hiazinten,

Die türkischen Binden. Hüte dich schöns Blümelein! Viel hundert tausend ungezählt, Was nur unter die Sichel fällt,

Ihr Rosen, ihr Liljen, Euch wird er austilgen, Auch die Kaiser-Kronen, Wird er nicht verschonen.

Hüte dich schöns Blümelein! Das himmelfarbe Ehrenpreiß, Die Tulipanen gelb und weiß, Die silbernen Glocken,

Die goldenen Flocken, Senkt alles zur Erden, Was wird daraus werden? Hüte dich schöns Blümelein!

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