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1800

»Eine Liebe ist der andern wert«

Clemens Brentano

Umhüllst Du Dich mit Ernst und tiefem Schweigen Und sprichst von Kälte und von nicht verstehn So sehe ich Dianen vor mir stehn Und nimmermehr wird sich ihr Sinn erweichen,

Doch lieber möcht ich Phöben Dich vergleichen Du bist so kalt und leuchtest doch so schön Und hast Du freundlich mich nur angesehn Sich Wunsch und Sehnsucht still in mir erzeugen.

Endimion, möcht' ich auf Latmos lauschen Die Wärme die mich heimlich lang verzehrt Mit Phöbens kühlen milden Strahlen tauschen Hast Du mich Holde! freundlich doch belehrt

Und ewig wird Dein Ausspruch mich berauschen, „Daß eine Liebe wohl der andern wert.“

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