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1778–1842

Der Prinzenraub .

Clemens Brentano

Wir wolln ein Liedel heben an, Was sich hat angespunnen, Wie's im Pleißnerland gar schlecht war bestallt, Als den jungen Fürst'n geschah Gewalt,

Durch Kuntzen von Kauffungen. Der Adler hat auf'm Fels gebaut Ein schönes Nest mit Jungen, Und wie er einst geflogen aus,

Holt ein Geyer die Jungen heraus, Drauf ward's Nest leer gefunden. Wo der Geyer auf'm Dache sitzt, Gedeihen die Küchlein selten,

Es war da ein seltsam Narrenspiel, Welcher Fürst seinen Räthen traut zu viel, Muß oft es selber entgelten. Altenburg, du feine Stadt,

Dich thät er mit Untreu meinen, Da in dir war'n all' Hofleut voll, Kam Kunz mit Leitern und Buben toll, Und holt die Fürsten so kleine.

Was blast dich, Kunz, für Unlust an, Daß du ins Schloß einsteigest? Und stiehlst die zarten Herren heraus, Als der Kurfürst eben nit war zu Haus,

Die zarten Fürsten-Zweige. Es war wohl als ein Wunderding, Wie sich das Land beweget, Was da auf'n Straßen war'n für Leut',

Die den Räubern folgten nach in Zeit, All's wibbelt, kribbelt, sich beweget.

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