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1778–1842

Der beständige Freyer .

Clemens Brentano

Andreas lieber Schutzpatron, Gib mir doch nur einen Mann! Räche doch jezt meinen Hohn, Sieh mein schönes Alter an!

Krieg ich einen oder keinen? — Einen. Einen krieg ich? Das ist schön! Wird er auch beständig seyn? Wird er auch zu andern gehn?

Oder sucht er mir allein Und sonst keiner zu gefallen? — Allen. Allen? Ey das wär nicht gut! Ist er schön und wohlgestalt?

Ists ein Mensch der viel verthut? Ists ein Witwer? Ist er alt? Ist er hitzig oder kältlich? — Aeltlich. Aeltlich? Aber doch galant?

Nun so sage mir geschwind: Wer ist ihm denn anverwandt, Und wer seine Freunde sind? Sind sie auch von meines Gleichen? — Leichen.

Leichen? Ey, so erbt er viel! Hat er auch ein eignes Haus, Wenn er mich nun haben will: Und wie sieht es drinnen aus?

Ist es auch von hübscher Länge? — Enge. Enge? Ey wer fragt darnach? Wenn er nur ein größres schafft. Und wie stehts ums Schlafgemach?

Ist das Bette auch von Tafft, Wo ich drinnen liegen werde? — Erde. Erde? Das klingt wunderlich, Ist ein sehr nachdenklich Wort!

Andreas, ach! ich bitte dich, Sage mir doch auch den Ort, Wo du ihn hast aufgehoben: — Oben. Oben hat er seinen Platz?

Nun, so merk' ich meine Noth, Der mir jezt beschriebene Schatz Ist vielleicht wohl gar schon todt, Ist mir sonst nichts übrig blieben? — Lieben.

Lieben soll ich nun das Grab? Ach! wie manches Herzeleid, Weil ich keinen haben mag, Hier in dieser Sterblichkeit,

Keinen Krummen, keinen Lahmen! — Amen.

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