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1778–1842

8. Erziehung durch Erkenntniß .

Clemens Brentano

O finstre Nacht, wann wirst du doch vergehen, Wann bricht mein Lebenslicht herfür; Wann werd ich doch von Sünden auferstehen, Und leben nur allein in dir.

Wann werd ich in Gerechtigkeit Dein Antlitz sehen allezeit? Wann werd ich satt und froh mit Lachen, O Herr nach deinem Bild erwachen.

Darum mein Geist sey wacker, wach und streite, Fahr immer in der Heilgung fort; Vergiß, was rückwärts ist, die grosse Beute Steht noch an ihrem Orte dort.

Streck dich darnach, eil nach ihr zu, Du findest sonsten doch nicht Ruh; Bis du hast diese Kron erstritten, Und mit dem Herrn den Tod erlitten.

O goldnes Meer, durchbrich doch deine Dämme, Komm wie die aufgehaltne Fluth; Und alles Fleisch, was lebet, überschwemme, Das vor dir immer Böses thut.

O Gottes Lamm! dein Blut allein Macht uns von allen Sünden rein; Das Kleid, das drinn gewaschen worden, Das trägt allein dein Priesterorden.

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