Ein Krebs fuhr seinen Sohn mit diesen Worten an:
Wie gehst du so verkehrt, Sohn, stehst du in dem Wahn
Du gehest hinter sich ganz recht?
So bist du Herr, und ich bin Knecht.
Du solltest lernen vor sich gehn,
Wie auch dein Vater geht; das wird dir besser stehn.
Ein Sohn, der wie sein Vater thut,
Der wird gelobt, und das ist recht und gut.
Der Sohn sprach: Vater, du sagst wohl.
Ich weiß es, daß ein Sohn dem Vater folgen soll.
Deßwegen geh nur vor; laß sehen, wie du gehest,
So geh ich auch, wie du; und wie du stehest,
So steh ich auch; und wie du dich
Dann stellest, stell ich gleichfalls mich.
Da nun der Vater seinen Weg
Zum Beyspiel sollte vor sich gehen,
War er dazu ganz ungeschickt und träg;
Hingegen war er schnell sich rückwerts fortzudrehen.
Da sprach der Sohn zum Vater: Mein!
Was soll das vor ein Beyspiel seyn?
Du hast denselben Gang, wie ich,
Und gehst geschwinde hintersich,
Indem du solltest vor sich gehn.
Drum laß dein Strafen lieber stehn.