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1698–1783

ViI.

Johann Jacob Bodmer

Die Schnecke hatte sich tief in ihr Haus gezogen; Da kam ein starcker Aar geflogen. Der fasset sie mit seinen Klauen an, Er zweifelt, was es sey: als auf denselben Plan

Gleich eine Krähe kömmt, und zu ihm saget: Höre, Die Schaal ist guter Speise voll: Doch folgest du nicht meiner Lehre, Geniessest du sie nimmer wohl.

Flieg auf, und schwinge dein Gesieder; Dann wirff mit Macht die Schnecke nieder. Zerbrich die Schaal und glaube mir Du hast dann Speise nach Begier.

Die Krähe lehrt den Adler so. Deß ward die Schnecke gar nicht froh. Er warf sie und ihr gantzes Haus An einen Stein, es brach, sie fiel heraus.

Die Krähe nahm der Beute wahr, Fuhr zu, und aß sie vor dem Aar.

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