Ich bin dir, sagt hierauf Thalmais, hoch verbunden, Daß demer Heimlichkeit du mich gewürdigt funden, Doch weil die Beroa, meins Mannes Brudern Frau, Weiß diese Lieb und schweigt, will ich auch, daß mir trau
Die so der Adriel, der tapfre Held, erwehlet, Hast du schon gleich wie er mich vor der Zeit gequälet In meiner Lieb, so ist es ohne Schuld geschehn. Gott laß dich in dem Stand, in dem ich bin, bald stehn!
Das wünschet dir mein Hertz! Der Höchste das erhöre. Die andre wieder sprach: Wann es zu seiner Ehre Und meinem Nutzen reicht. Dieß hörte David an, Sein Hertze was empfindt, das er nicht melden kan.
Es liebet Adriel die eine von den beyden, Das hat er angehört, und muß es auch so leiden, Und fällt ihm Merob ein, daß die könn seyn die Braut, Die ihm Gott hat bestimmt, für Adriel ihm graut.
Wann Michal Lieblichkeit ihm dann bescheint die Sinne, Meint er, dem Adriel er sie nicht lassen könne. Doch wie er sich besinnt, daß er ja werd geliebt, Und auch der Adriel, sein Hertz zur Ruh sich giebt.
Hierauf bedencket er, wie frommer Leute Kinder Oft von der rechten Bahn nachgehn den Weg der Sünder, Und daß nicht die Gebuhrt mitbring denselben Geist, Der in den Vätern ist, wie Joels Beyspiel weist.
Daher oft dient zur Qual, was an dern ist ein Seegen, Kein Kind viel besser ist, als viele, die da legen Sich auf die Lasterbahn, das diese töden kan, Von denen sie zuerst das Leben nehmen an.
Er wünscht bey Jsai sich stets so zu bezeigen, Daß der nicht mog zum Grab die grauen Haare neigen, Besondern seine Lust im Alter an ihm sehn. Dieß will er halten stets wie auch bisher geschehn.
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