Jmmittelst, daß wir nun zu Bersaba so waren, Kam Saul auch zu uns hin, das Joel kaum erfahren, Da kam er selbst zu uns, und that ihm diese Ehr, Doch wan mans recht bedacht wars um die Tochter mehr.
Saul, dem des Richters Lob schon war für Ohren kommen, Hat zwar, wie sichs gebührt, die Ehre angenommen, Doch scheut er ihn dabey, sein Stand macht ihn erhöht, Sein Ruff der macht ihn klein, und seine Ehr verweht.
Es fügte sich nun so, daß der Meholathiter Jm Garten bey mir war, und Joel, der durchs Gitter Nahm unser Thun in Acht, verspüret wohl so viel, Daß man nicht Adriel so feind ist, als er will.
Dieß bringt ihm Eifersucht, dieß bläset seine Liebe, Er schleichet hinter her, weil ihn die Rache triebe, Und höret alles an, was Adriel mir sagt, Der über seine Tück und lose Schalckheit klagt.
Ich gab mit weidlich auf, und sprach von seinen Räncken, Und konnt ich, daß er uns so nah, unmöglich dencken, Und ob uns Ada gleich schon öffters winckte zu, Erriethen wir doch nicht, warum sie solches thu.
Indem schau ich mich um, ja wie mir wurd zu Muthe, Ja wie mir wurd zu Sinn, als ich die Unglücks-Fluthe Mit gräßlichem Gesicht so nahe sah bey mir, Das weiß ich selbst noch nicht, und kans nicht sagen dir.
Ich bliebe gleichsam todt und ohn ein Wort gesprochen Lief ich, gleich wann ich hätt was greuliches verbrochen, Von ihm nach Ada zu, doch Adriel blieb stehn, Und scheuete sich nicht, ihn tapfer anzusehn.
Ist das, fieng Joel an, die Ehr, die mir gebühret? Nein, sprache Adriel, weil du bisher geführet Dein Amt mit Sünd und Spott, ist dieses viel zu schlecht, Daß man dich so beschreibt, denn wer das Recht so schwächt,
Gleichwie du thust, den sollt man billich anderst finden. Du häuffest Jsrael die Straff mit deinen Sünden, Und wird man in die Läng nicht sitzen dazu still, Der nüzt uns nicht, der da das Recht nicht führen will.
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