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1698–1783

Die Geschichte des Davids, Königs in Juda.

Johann Jacob Bodmer

Mitdeß daß dieses nun also bey uns geschicht, Erfährt man in der Stadt von diesen Wunderdingen, Der Joel weis für Angst nicht was er soll fürbringen, Er eilt gen Bersaba ganz eilig eh es tagt,

Denn der scheut Tag und Licht den sein Gewissen plagt. Wie dieses kam für Kis, rieth der man sollte schweigen, Und hierinn diese Ehr dem Samuel erzeigen. Und ward es drum vertuscht, daß diese lose That

Kein Mensch nach dieser Zeit wie du erfahren hat. Abenar ließ sein Weib in dem Gefängniß richten, Und weil die Schuld am Tag, so ließ sich leichtlich schlichten Der Haß den ihre Freund mit uns darum geführt.

Sie dancken Gott, daß es nicht weiter wird berührt. Hierauf beschliessen sie mit aller Stämme Willen, Das Unrecht, so im Land ergehet, gar zu stillen, Daß ihme Samuel soll wählen einen Mann,

Der da ein König sey und besser richten kan, Dann alle Heiden ja nachlebten solcher Weise. Der Schluß der wird gemacht, sie heben an die Reise, Nach Ramath kommen sie, und Samuel vernimmt

Mit Schmertzen dieß Gewerb, doch weil es so bestimmt, Und er sah, daß es Gott wollt haben, sollt geschehen Der Stämme ihr Begehrn; worauf sie von ihm gehen.

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