Kanst du wohl glückseliger seyn,
O du stets gesegneter Garten?
Du darffest auf den Sonnenschein
Nicht wie sonst ander Gärten warten.
Dann deiner eignen Sonnen Glantz
Kan all deine Gewächs erlaben,
Und deine Gäng, Stöck, und Bäum gantz
Mit bequemer Jahrs-Zeit begaben.
Der Frühling ihres Angesichts
Kan dich mit Gilgen, Rosen, zieren,
Daß dir an Blumen mangle nichts,
Wann alle Gärten schon gefrieren.
So wird dein Grund mit grünem Lust,
Wo sie nur ihren Fuß hinsetzet,
Wie deine Zweig und Aest mit Blust
Und Frucht durch ihre Hand ergetzet.
Und sie in dir macht, daß ab dir
Sich Himmel und Erden erquicken,
Und daß du, aller Gärten Zier,
Sie all mit Blumen kanst erquicken.
Ja wann sie, (aller Blumen Ruhm,)
In dir deine Gewächs betrachtet,
Werden kaum gegen solcher Blum
Deine Blumen wie Graß geachtet.