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1855

3.Fußnoten

Friedrich von Bodenstedt

Wenn zum Tanz die jungen Schönen Sich im Mondenscheine drehn, Kann doch keine sich so lieblich Und so leicht wie meine drehn!

Daß die kurzen Röcke flattern, Und darunter, rot bekleidet, Leuchtend wie zwei Feuersäulen Sich die schlanken Beine drehn!

Selbst die Weisen aus der Schenke Bleiben stehn vor Lust und Staunen, Wenn sie, spät nach Hause schwankend, Sich berauscht vom Weine drehn!

Auch der Muschtahid, der fromme, Mit den kurzen Säbelbeinen, Spricht: So lieblich wie Hafisa Kann im Tanz sich keine drehn!

Ja, vor dieser Anmut Zauber, Vor Hafisas Tanzesreigen Wird sich noch berauscht die ganze Gläubige Gemeine drehn!

Und was in der Welt getrennt lebt Durch verjährten Sektenhader, Wird sich hier versöhnt mit uns in Liebendem Vereine drehn!

Oh, Mirza-Schaffy! welch Schauspiel, Wenn die alten Kirchensäulen Selber wanken und sich taumelnd Um Hafisas Beine drehn!

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