Skip to content
1855

11.

Friedrich von Bodenstedt

Der Quell, der hoch vom Berge springt, Bahnt leicht sich seinen Lauf; Den Quell, der aus der Tiefe dringt, Hält manches Hemmnis auf.

Der eine strahlt in lichter Pracht, Sein Lauf ist ein Triumph; Des andern hat kein Auge acht, Er endigt oft im Sumpf.

Und ob auch ganz die gleiche Kraft In beiden webt und wirkt: Wie anders, was die freie schafft, Als die zu eng bezirkt!

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
11. · Friedrich von Bodenstedt · Poetry Cove