Skip to content
1855

1.

Friedrich von Bodenstedt

Aus dem Feuerquell des Weines, Aus dem Zaubergrund des Bechers Sprudelt Gift und – süße Labung, Sprudelt Schönes und – Gemeines:

Nach dem eignen Wert des Zechers, Nach des Trinkenden Begabung! In Gemeinheit tief versunken Liegt der Tor, vom Rausch bemeistert;

Wenn er trinkt – wird er betrunken, Trinken wir – sind wir begeistert! Sprühen hohe Witzesfunken, Reden wie mit Engelzungen,

Und von Glut sind wir durchdrungen, Und von Schönheit sind wir trunken! Denn es gleicht der Wein dem Regen, Der im Schmutze selbst zu Schmutz wird,

Doch auf gutem Acker Segen Bringt und jedermann zunutz wird!

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
1. · Friedrich von Bodenstedt · Poetry Cove