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Dem Fränlein L***

Aloys Blumauer

Wiesen, Auen grünen wieder, Blümchen prangen auf der Flur, Und es tönen Finkenlieder, Neu erwacht ist die Natur.

Auf zu frohen, schönen Trieben Fühlt bewegt sich jede Brust, Nur zu jubeln und zu lieben Sey für uns die größte Lust.

Jetzo nun von deinen Lippen, Die sich blähen, frisch und voll, Küsse rauben – nicht zu nippen, Wie's die Gluth gebiethen soll.

Hin an deine Brust zu sinken, Die sich über's Mieder drängt, Wollust aus dem Blick zu trinken, An dem liebend mein Herz hängt.

Und so sollen alle Tage Lieblich wie der Mai vergeh'n, Ohne Schmerz und ohne Plage Uns're Liebe stets besteh'n.

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