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1626–1681

Pegnesische Frülings-Freude.

Sigmund von Birken

Föbus als er kam itzund von dem grossen von dem Python den sein Pfeil hatte todt fande dort den Bogen spannen ungefähr des Bübchen! (sprach er) solche Waffen keine

Mir gehöret diß Geschoß dir gebührt es ich kan pfeilen auf das Wild. ich kan Fein- Schaue dort den Python ligen der vier Mor- denn hat itzt mit tausend Pfeilen meine

Was thust du? dein Fackelbrand macht ich Streb nur nicht nach meinem Ruhm! wer deine Torheit dich vergnüge: brenn Cupi- Röte stieg ob solcher Rede diesem Kind ins

Zornig sprach er und beschamt: du magst Föbus! ich will treffen dich dir selbst will ich Soviel grösser sind die Götter als die Thiere so viel höher meine Ehre als die deine werden

Bald schwang er sich in die Luft die er schnit- bis daß sie ihn hingebracht zu Cythärens Dorten sucht’ er aus dem Köcher ein paar einer stumpf aus Bley gegossen kan ein

und der andre macht verliebt ist von Gold Diese bringt er: Föbus Herz wird vom le- und der erste Haß und Kälte in die schöne Bald so liebet jener diese: diese jenes Fein-

Sie die Nymfe hasst die Lieb; liebt was lauft und jagt dem Wilde nach irrend durch mit des Föbus seiner Schwester; lässt das ihrer Haare ledig fliegen. Tausend Söhne

und verlangen ihre Gunst: noch kan keiner sie vergeht sich im Gebüsch: daß ihr nicht Nichts fragt sie nach Hochzeitmachen ob der Tochter! du bist einen Eydam Enkel bist du

Sie errötet ob dem Raht: Rosen blühen auf ihrer Wangen voller Scham. Schand fürcht fället üm den Hals dem Vatter: Vatter laß mich eine Jungfrau bleiben. Auch Dia-

hat ihr Vatter nicht versagt. Er zwar lässt aber (sagt er) wird man auch dich so schöne ungeliebet ungenossen? die Gestalt es leidet dich zu meide: deinem Wunsche deine Schön-

Föbus unterdessen brennt (Dafne macht ist selbst sein Orakel hofft was er wünschet doch vergebens; nehrt ohn Hoffnung mit sihet liebet brennet wünschet hoffet sucht

Er siht üm den weissen Hals ihres Haars ach wie (denkt er) würden sie aufgeputzet Er siht gleich den Sternen blitzen ihre Aeug- siht er unvergnügt am Sehen weil kein Kuss

Er lobt Finger Händ und Arm und die auf- Was des Kleides Neid verbirgt achtet er Aber Sie flieht windgeschwinde steht nit bittet ihme zuzuhören ihm und diesem Lie-

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