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1626–1681

Die Güldene Zeit.

Sigmund von Birken

Die Erste ist die Güldne Zeit auf Erd: Da Treu und Recht war ungebotten wehrt. Man wuste noch von Furcht un̄ Straffe nicht. Der Unschuld war kein Kerker zugericht.

Kein Mensch erschrack vor eines Richters ohn Richter ward vermieden Sünd und Es war auch noch die Fichte nicht gefällt zu schiffen hin in eine andre Welt.

Es kennte nur ein jeder seinen Heerd: kein fremder Rauch zu sehen ward begehrt. Ein jeder fand was er gesucht zuhaus. Man reiste nicht nach fremden Lastern aus.

Die Furcht hatt noch ümmauret keine Stadt. Der Zorn kein Schwerd und keinen Helm Das hole Erz blies auch noch nicht zum (breit.

Nichts war als Ruh und Friede weit und Die Erd noch nicht verwundet von dem und unbepflanzt die bästen Früchte trug. Man war vergnügt mit selbstgewachsner

und was gebar ein grünes Bäume-Reis. Die Erdbeer man pflag aufzulesen auch und manche Beer sonst mehr von manchem Es schmeckten gar die bittren Eicheln süß

die Dodons Hayn von Aesten fallen ließ. Es währte stäts die schöne Frülingszeit. Der süsse West blies durch die Blumen-heid: Kein Nordes-grim̄ ein Tod der Kräuter war.

Und ungebaut die Erde Frucht gebar. Im Feld stund stäts der Aehre schweres Gold. Man fand allzeit wz jeder wünscht’ un̄ wolt. Es floss der Strom mit Milch und Nectar-

Es schenkten auch die Bäume Honig ein.

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