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1883

Abend

Otto Julius Bierbaum

Die grauen Geierfittiche der Nacht Rauschen über den See. In seinen erzenen Fängen hält der Riesenvogel Die Leiche des Tages.

Ein Blutspur hinter ihm her Wellt nach Westen. Die schwarzen Augen des Waldes Heben die Nadelwimpern

Und starren stumm Dem Fluge des Räubers nach, Dem eine Schaar verdrossener Schatten folgt. Vom Himmel herunter

In frostigen Winden Haucht ein Gedanke: Auf schwarzen Schwingen Schwebt alles Leben

Schweigend In das Thal des Todes.

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