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1841

2.

Luise Büchner

Lorenzo folgt dem allgemeinen Drange, Er tritt herein, er schaut die Engelreine, Rings um sie her kein Auge, das nicht weine – Da schlägt das Herz im Busen ihm so bange,

Und ihm wird klar, was er gesucht so lange! Vor dieser todten Schönheit heil'gem Schreine, Bei diesem Weh trifft's ihn mit Blitzesscheine, Und seine Seele löst sich im Gesange.

Wie jach ein Stern hervorbricht aus der Nacht, Wird Poesie sein unbestimmtes Träumen – Ein Dichter zieht er fort aus diesen Räumen. So unvergänglich ist des Schönen Macht,

So muß sein Anblick selber noch im Sterben Zu neuem Leben neue Schönheit werben!

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