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1844

Verlangen in die Ferne.

Charles Baudelaire

Kind und Schwester mein, Könnten dort wir sein, Wo das Leben süß uns und reich ist! Nichts als Liebe sehn,

Lieben und Vergehn Im Lande, das dir gleich ist! Trüber Sonnen Licht, Das durch Schleier bricht,

Gleicht meinem zärtlichen Sehnen, Wann wunderbar Dein Augenpaar Verräterisch leuchtet durch Tränen.

Dort schaust nur Lust und Schönheit du, Anmut, Pracht und tiefe Ruh. Leuchtend Hausgerät Uns im Saale steht,

Verschönt von entschwundenen Jahren. Seltner Blumen Duft Will der süßen Luft Der Ambrawolken sich paaren.

Der Gewölbe Pracht, Tiefer Spiegel Nacht, Des Ostens reiches Gepränge, Alles spräche dort

In flüsterndem Wort Seiner Heimat liebliche Klänge. Dort schaust nur Lust und Schönheit du, Anmut, Pracht und tiefe Ruh.

Sieh, wie auf der Flut Schiff an Schiff dort ruht, Die rastlos fernher geschwommen. Zu erfüllen dir

Jegliche Begier, Sind vom Ende der Welt sie gekommen. Des Abendlichts Glut Ergießt auf die Flut,

Auf die Stadt in dem Flurenkranze, Hyazinthenen Schein; Die Welt schläft ein In warmem goldenem Glanze.

Dort schaust nur Lust und Schönheit du, Anmut, Pracht und tiefe Ruh.

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