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1806

So bist du nicht verloren

Ludwig Achim von Arnim

So bist du nicht verloren, So warst du dennoch mein! So bin ich nicht verloren, So bin ich wieder dein!

Ich ging in mir verloren Weit in die Welt hinein, Ich ging mit tausend Thoren Und fand mich ganz allein.

Ich hatt' den Weg verloren In tiefer Nacht allein, Da klangs mir vor den Ohren, Im Aug ward Dämmerschein.

Es klang: Was du verloren, Das ist der Glaub allein, Die Liebe, treu beschworen, Die wird auch ewig sein.

So stand ich vor den Thoren Und ging zu Liebchen ein, Da hat sie neu beschworen, Daß sie doch einzig mein.

Ich bin zum Glück geboren, Und war in schwerer Pein, Die Lieb hat mich erkoren Aus einer Welt allein.

Ich bin wie neugeboren, Von allem Leben rein, Und was mir angeboren Ist alles, alles Dein.

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