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1825

Schnabelweide

Ludwig Achim von Arnim

Ach wär mein Kind, mein liebes einz'ges Kind Ein klein geschwind Waldvögelein, Es sänge froh im lust'gen Morgenwind Und ließ sein ew'ges, ew'ges Schrein!

Und flöge es mir auch davon, Es flöge doch nicht in die Sonn' Es flög zum Nachbar auf den Ast Und wär des Kirschbaums lieber Gast.

Die ganze Welt wär sein, – allein – Nun muß es nach den Kirschen schrein! Ich denke meiner Jugend Pein Und mein', es wird nicht klüger sein, –

Es wird ihm auch nicht besser gehn, – Was es nur sieht, das will es haben, Wie schön die Kirschen übersehn, Wie würden uns die Kirschen laben.

Ach wär mein Kind, mein liebes einz'ges Kind Ein klein geschwind Waldvögelein, Es brächte mir im lust'gen Morgenwind Der Kirschen viel am Stiel im Schnäblein sein.

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