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1806

Ja wüßt' ein Mensch recht, wer er wär'

Ludwig Achim von Arnim

Ja wüßt' ein Mensch recht, wer er wär', Das Sterben würd ihm gar nicht schwer; Das Leben ist nur ein Vergessen Von dem, was wir in uns besessen;

Das Leben ist nur ein Vermählen Mit dem, was uns will ewig quälen; Das Leben ist ein Angewöhnen An das, was uns will ewig höhnen;

Das Leben ist ein Zeitverderben, Ein seelentödtend Flucherwerben, – Ja, wüßt ein Mensch recht, wo er wär', Er führe heut' noch über's Meer,

Sich neue Welten zu entdecken, Denn Mond und Sonne sind voll Flecken, Und diese alte Welt voll Ecken, Kann blinde Leute leicht erschrecken.

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