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1803

Der Himmel ist oft hell, kann dann bald weinen

Ludwig Achim von Arnim

Der Himmel ist oft hell, kann dann bald weinen, Deckt seine klare Augen zu, Die auch verhüllet noch zu trauren scheinen, So glänzest du, so scheinest du.

So traure du, so sei verlassen trübe, Ja regen Thränen ohne Zahl, Wenn wandelbar einst unsre Liebe, Denn solches Glück besorgt den Fall.

In wunderbar geflochtner stummer Liebe Ist so besorglich schon die Qual, Daß sie so gern zur Todtenfeier hübe Den frohsten Blick zum Sternensaal

Du stiller Winter wehest schon vom Himmel Ihr weißen Wolken, ew'ger Schnee, Ihr zieht schon vor die Sterne mit Getümmel, Der Mond stürzt weinend in die See.

Hier blüht der Garten, Lilien deine Wangen Mit Tausendschönen mischen sich, Wo keusche Rosen schwankend überhangen, Schwül ist die Luft für mich und dich.

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