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1814

Trost in Christo

Ernst Moritz Arndt

Ich bin des Lebens müde, Der eitlen Eitelkeit, O komm, du Gottesfriede, Und nimm mich aus dem Streit,

Nimm mich in deine Ruh', In deine stillen Freuden, Und schließe bittern Leiden Des Wahns Erinnrung zu.

Zuviel hab' ich geduldet, Gekämpfet überlang, Gesündigt und verschuldet, Drum ist mir weh und bang;

Ich weiß nicht aus noch ein Auf diesen biestern Straßen, Ich wäre gar verlassen, Wär' Jesus Christ nicht mein.

Ich wäre längst vergangen, Wär' Jesus Christ nicht mein, In Zittern und in Bangen, In Sündenangst und Pein,

In tiefer Seelennot, Wär' er, das Licht der Frommen, Vom Himmel nicht gekommen, Der Zukunft Morgenrot.

Du süßer Jesu Christe, So freundlich und so hold! Ach! Wenn doch jeder wüßte, Was deine Huld gewollt,

Wir würden immerdar Entzückt nach oben schauen, Und von den Sternenauen Herab würd' alles klar.

Ja, von den Sternenauen, Wo unsre Heimat ist, Daher käm' uns das Schauen, Wer du gewesen bist,

Nein, wer du ewig bist: Im Himmel und auf Erden Würd' offenbaret werden Der ganze Jesus Christ.

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