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1814

Liebesnähe

Ernst Moritz Arndt

Lieb' sei ferne, Ist doch immer da, Gleich dem Licht der Sterne Ewig fern und nah.

Schließt Gedanken Wohl ein Kerker ein? Glück und Stunden wanken, Das Gefühl ist mein.

Leuchte, Sonne! Wandle, frommer Mond! Meines Busens Wonne Hoch mit Göttern thront.

Frühling, scheine! Winter, stürme kalt! In der Brust dies eine Nimmer wird es alt.

Holde Treue, Weiß und engelrein! Wie des Himmels Bläue Bleibt dein lichter Schein.

Sei denn ferne Liebe, sei sie nah, Gleich dem Licht der Sterne Immer ist sie da.

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