Skip to content
1814

Ballade

Ernst Moritz Arndt

Und die Sonne machte den weiten Ritt Um die Welt, Und die Sternlein sprachen:„Wir reisen mit Um die Welt“;

Und die Sonne sie schalt sie:„Ihr bleibt zu Haus, Denn ich brenn' euch die goldnen Äuglein aus Bei dem feurigen Ritt um die Welt.“ Und die Sternlein gingen zum lieben Mond

In der Nacht, Und sie sprachen:„Du, der auf Wolken thront In der Nacht, Laß uns wandeln mit dir, denn dein milder Schein,

Er verbrennet uns nimmer die Äugelein.“ Und er nahm sie, Gesellen der Nacht. Nun willkommen, Sternlein und lieber Mond, In der Nacht,

Ihr verstehet, was still in den Herzen wohnt In der Nacht. Kommt und zündet die himmlischen Lichter an, Daß ich lustig mitschwärmen und spielen kann

In den freundlichen Spielen der Nacht.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Ballade · Ernst Moritz Arndt · Poetry Cove