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1814

An die Freunde Friedrich Dahlmann und Friedrich Welcker

Ernst Moritz Arndt

Seid gegrüßt, ihr treuen Alten, Die dem alten Gott vertraun, Durch des Altertums Gestalten Hin auf neue Schöpfung schaun.

Her die Hände auf den Glauben, Der sein Halte fest! uns schreibt Und, wieviel auch Narren schnauben, Doch der Ewiggleiche bleibt.

Vaterland und Freiheit haben Wir in stillem Streit gesucht, Wollten nicht, daß Krähn und Raben Frech bekrächzen Adlerflucht.

Haben auf die Adlersiege Fest gehofft und treu geglaubt, Doch fiel in dem schweren Kriege Mancher Tropfen Schweiß vom Haupt.

Und so schaun trotz feiger Tadler Und trotz feiler Knechte Witz Wir von fern den deutschen Adler Mit dem alten Donnerblitz.

Ja, schon saust es und wird kommen – Deutschland, süßes Vaterland! Alle Tapfern, Treuen, Frommen Sind dem Wetter zugewandt.

Schrei' der Pöbelschwarm sich heiser, Was sich fern zusammenballt, Aus dem blitzt der Donnerweiser Neuen Lebens Lichtgestalt.

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