Skip to content
1814

4.

Ernst Moritz Arndt

Woher, du süßes Schmachten, frommes Wähnen, Die sich mit Inbrunst auf zum Himmel drängen? Die mir die heiße Brust wie Ströme sprengen Im Ozean von Träumen und von Tränen?

Woher, du tiefes wunderbares Sehnen Mit Todesliebe und mit Todesklängen, Gleich jenen wonnereichen Grabgesängen, Womit der süße Tod erklingt in Schwänen?

O in der Töne Wollust so verklingen! In süßen Tränen Wellen gleich verrieseln! In süßen Träumen Geistern gleich verschweben! O Schwäne, welche mir im Busen singen,

Ihr schmölzet wohl die Brust von harten Kieseln, Euer Sterben gäbe wohl dem Tode Leben.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
4. · Ernst Moritz Arndt · Poetry Cove