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1814

3.

Ernst Moritz Arndt

Was klingt mir für ein süßer Wunderschall Mit Himmelstönen tief im tiefsten Herzen, Gleichwie die Stimme klingt der hohen Schmerzen, Die ewig liebekranke Nachtigall?

Was blüht ihr, längstvergangne Wonnen, all Und zündet mir die Brust mit Himmelsschmerzen? Und laßt die finstern Geister in mir scherzen? O das ist Liebe, das ist Liebesschall!

O bliebst du ewig, süßer Wunderschall! O würd' ich selber ganz zur Philomele Und klänge mich in Liebesklagen tot! Denn wer die Liebe hat, der hat das All,

Die Liebe ist der Seelen große Seele, Der Götter Leben und der Götter Tod.

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