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1814

3.

Ernst Moritz Arndt

Woher, du süßes Bild aus Licht gewoben, Um das die Schönheit fließen wie die Sterne Umfließen jene Burg der blauen Ferne, Wo Gott die Myriaden Geister loben?

Hast du hieher, mein Engel, dich erhoben, Daß ich den Himmel schon auf Erden lerne, Demütig lieb' und hoff' und dulde gerne, Das heiße Herz sehnsüchtig stets nach oben?

Du winkest mild, wie Himmelsliebe winket, Und weisest auf die ewig hellen Kerzen Dort oben, auf die bunten Blumen unten; Und wie du, Süße, lächelst, sinkt und sinket,

Wie Sterne zu dem Meer, ein Licht zum Herzen, Und in Entzückung ist das Leid verschwunden.

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