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1814

25.

Ernst Moritz Arndt

Der Heil'ge Christ ist kommen, Der süße Gottessohn, Des freun sich alle Frommen Am höchsten Himmelsthron,

Auch was auf Erden ist, Muß preisen hoch und loben Mit allen Engeln droben Den lieben Heil'gen Christ.

Das Licht ist aufgegangen, Die lange Nacht ist hin, Die Sünde ist gefangen, Erlöset ist der Sinn,

Die Sündenangst ist weg, Und Liebe und Entzücken Baun weite Himmelsbrücken Aus jedem schmalsten Steg.

Verwaiset sind die Kinder Nicht mehr und vaterlos, Gott rufet selbst die Sünder In seinen Gnadenschoß,

Er will, daß alle, rein Von ihren alten Schulden, Vertrauend seinen Hulden, Gehn in den Himmel ein.

Drum freuet euch und preiset, Ihr Kindlein fern und nah! Der euch den Vater weiset, Der Heil'ge Christ ist da;

Er ruft so freundlich drein Mit süßen Liebesworten: „Geöffnet sind die Pforten, Ihr Kinder, kommt herein!“

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