Skip to content
1814

19.

Ernst Moritz Arndt

O du süßes Engelbild, Das mir Sinn und Seele füllt, Himmelsglanz von bessern Sphären, Friedensbote hoher Ehren,

Meine Sehnsucht, mein Verlangen, Sprich, wo bist du hingegangen? O wie war mit dir es süß, Alle Welt ein Paradies,

Eitel Friede, Lust und Freude – Was erzählten wir uns beide Von den wunderbaren Dingen Jenseits, wo die Sphären klingen!

Kehre wieder, komm zurück, Alte Unschuld, altes Glück! Daß die bösen Schatten weichen, Die mir Gottes Sterne bleichen,

Daß die wilden Triebe schweigen, Die mein Herz zur Sünde neigen. Tröste dein verwaistes Kind, Ach! der kalte Erdenwind

Hat es gnug in Finsternissen Irrend hin und her gerissen – Komm, du süßer Trost der Frommen! Laß den Frieden wiederkommen.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
19. · Ernst Moritz Arndt · Poetry Cove