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1864–1913

Wie ist der Tag so weit ...

Wilhelm (Hg.) Arent

Im Sclavendienst der Lüge Hab' ich den Tag verbracht ... Nun hat den Zauberschleier leis Herabgesenkt die Nacht.

Es schweigt verträumt die Runde, Nur leise der Nachtwind rauscht – Ich aber mit brennendem Munde Habe Stunde um Stunde

Mit Geistern ans nächt'gem Grunde Wilde Zwiesprach getauscht. Ha! Wie er mich umflattert, Der Geister toller Schwarm!

Wie er mich preßt mit trunk'ner Lust In seinen Riesenarm ... Wie Frage er auf Frage In meine Seele schreit!

Und ob ich bang verzage, Die Brust mir blutig schlage, Und bete, daß es tage – Wie ist der Tag so weit!

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