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1864–1913

Opferdampf stieg ...

Wilhelm (Hg.) Arent

Opferdampf stieg von der befleckten Erde Wahrlich niemals herrlicher auf zum Himmel, Denn, da dein Wort Märtyrerblut besiegelt, Heilige Wahrheit,

Da der Pfaff sich – Pfaffe zugleich und Henker – An der Gluthqual denkender Menschen letzte, Da im Rauch sein Blick und des Ketzers Blick wie Dolche sich kreuzten. –

Jene Gluth, entfacht in dem Schooß des Dunkels, Ueberraschend siegreich den Bezirk der Scheite, Ward des Dunkels Feind – und der Strom der Zeiten Wird sie nie löschen.

Nein! Sie glüht! Und wär's in den fernsten Tagen, – Asche wird die finstere Tempelhalle, Drin geknechtet seufzet der Geist der Menschheit, Hegend und reifend

Eine Saat, die spätere Enkel ernten, Faßt sie Herzen, die sie entflammt zu reden – Ihre Macht verkündigend hat sie meine Lieder befeuert.

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Opferdampf stieg ... · Wilhelm (Hg.) Arent · Poetry Cove