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1864–1913

Gralworte

Wilhelm (Hg.) Arent

Ueber dem Dichten und Denken und Träumen, Singen und Bilden und Bauen und Malen Lasset uns nimmer säumen, Uns, vom heiligen Geiste berufen,

Näher zu jenes Heiligthums Stufen Die Völker zu führen, aus welchem strahlen Als letzter und schönster Erdenlohn Erlösung und Frieden hienieden schon.

Der lockende Traum, der uns umtanzt, Von welchem immer die Menschen reden, Als Eldorado, Atlantis, Eden – Er ward uns in die Seele gepflanzt,

Daß wir d'ran hangen und d'ran glauben; Nicht Noth, Nicht Tod Soll dieses himmlischste Kleinod rauben.

In ihm zu weben, Mit ihm zu streben, Ihn weiter zu geben, Den hehren Gedanken, wie Kerzenlicht,

Wann todreif unser Leib zerbricht, Dies sei unser Leben, Unser Ideal, Heut und morgen, zu jeder Frist,

Bis die Erde geworden ist Ein heiliger Riesentempel des Gral!

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