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1864–1913

Fragment

Wilhelm (Hg.) Arent

O daß ich fände eine Seele, Die fühlte gleich mir ... O daß mir endlich In keuscher Schönheit

Thaufrisch erblühte Das Wunder der Liebe! O daß endlich dem Verschmachtenden würde Das einzige Glück, das die Erde kennt,

In dem alle Seligkeit wurzelt: Der süße Einklang Zweier Menschenherzen Zur ewigen Harmonie ...

Niederthau'st du, o Friede, Der in den Himmeln flutet, Du Demant der Erkenntniß, Darin sich spiegelt

Alles Gute und Böse. Und wundervoll sprichst du, Ewiger Wechsel, Zu den Traumvergessenen.

O köstliches Weben Im Tempel der Gottheit! O trunkenes Schwelgen In Wonn' ohne Ende!

Es wandeln die Monde – Es bleibt der Seelenumarmung Unaussprechliche Wollust.

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Fragment · Wilhelm (Hg.) Arent · Poetry Cove