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1864–1913

Entschluß

Wilhelm (Hg.) Arent

Nach einem stillen Kloster will ich wandern, Will flieh'n den Menschenlärm und Pulverdampf; Verwundet ward mein Herz, mich schmerzt das Schrein, Ich tauge nicht zu wüth'gem, irrem Kampf.

Ich hab' nicht Schwert, nicht Säbel und Pistole, Ich gehe ohne Waffen durch die Welt – Hier steh' ich stille, auf mir selber ruhend, Und Niemand hat zum Schutz sich mir gesellt.

In mir auch sprühte auf Prometheusfunke, Erringen wollt' ich Euch das Ideal – Und an den Felsen ward auch ich geschmiedet, Die Kraft zerbarst, zurück blieb nur die Qual!

Seit ich ihn nutzlos weiß, mir graut's vorm Kriege; Könnt' ich ihn streiten noch, ich wollte nicht: Schafft er auch Recht – das Unrecht lauert, tilgt es; Der Pesthauch Wunsch löscht aus des Friedens Licht.

Ich streite nicht, muß wandern ohne Waffen – Wohin? – Ich kenn' kein Ziel. Doch was ich such', Ein Kloster ist's. Da harre ich und lese Herzstill, was mir das Schicksal schreibt in's Buch.

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