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1864–1913

Der Arme

Wilhelm (Hg.) Arent

Die Armuth gab ihm dieses Leben Zur Armuth und zur blassen Pein – Im Kothe war einst seine Wiege, Und wird sein Sterbebett auch sein.

Vom ersten Schrei verdammt zur Dummheit Und ausgeschlossen von dem Licht – Für ihn erschien ja der Erlöser, Der milde Gott der Künste, nicht.

Mit Stumpfheit durft' er nur verkehren, An Rohheit war er festgebannt, Er stank nach Schnaps und kaute Tabak – Roh wie sein Kittel der Verstand.

Und seine Lippen lernten Fluchen, Stets blieb er stumpf, stets blieb er dumm – Die langen Jahre hast'ger Arbeit, Die drückten seinen Rücken krumm;

Und kraftlos wurden seine Hände Und betteln mußt' der arme Mann – – Daß selbst ein ganzes ems'ges Leben Kein ruhiges Sterben geben kann!

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Der Arme · Wilhelm (Hg.) Arent · Poetry Cove