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1864–1913

Das lesende Kind

Wilhelm (Hg.) Arent

Auf den Schooß das Buch gebreitet, Scheinst du nichts um dich zu missen, Starrst hinein, indeß beflissen Ueber's Blatt der Finger gleitet.

In das Meer der Zeichen leitet Dich kein Können noch und Wissen, Unbeschränkt, in schwanken Rissen Sich dein junges Sinnen weitet.

Süßes Dämmern! Traumumwoben Schläft das Denken noch im Neste, Nur das Fühlen schwebt nach oben. Ach, des Lebens trübe Reste

Bleiben, wenn der Flor gehoben – Das Geheimniß ist das Beste.

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