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1864–1913

Alte Zeiten ...

Wilhelm (Hg.) Arent

Alte Zeiten sah der Erde Antlitz, Ungezählt durchlief des ewigen Tages Glanzesbahn das rollend Rad der Sonne – Aber dennoch

Scheinet jung und frisch der Frühlingsmorgen, Wann der Feind der Nächte, strahlgewappnet, Wirft des Lichtes Pfeil hin über dunkler Wolken Wälle.

Denn das Herz, das menschlich reiche Fühlen Altert nie. Wie oft entzückten Augen Auch geöffnet sich der Rosengarten Erster Liebe,

Ewig bleibt sie jung die Lust der Liebe Ewig jung des Mutterherzens Jubel, Ewig jung der Schmerz am Grab des Vaters. Lieben, Leiden

Ist des Menschen nievergeßnes Wollen, Nimmer ehrt der Kampf mit solchem Zwange, Nimmer wird ein Mensch, wie sehr er strebt, den Kampf vollenden.

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