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1568

Berliner Liederhandschrift vom Jahre 1568

Anoniem

[114] Ein annder

Die leůthe die machen sich spitzich, aůff mich gar vnůerschůldtt, ich sollt das pillich rechenn, noch leidtt ichs mitt gedůldtt, mochtt ichs recht erfarrenn, ich wollt sei wieder nitt sparrenn Deß glaub dů mir fůrware eß můs gerechentt sein.

Sei kůnnenn sich kůrtzweilig machenn, wann sei gedenckenn an mich, Mitt schimpfenn vnnd mitt schertzenn, So moeß ich bei ir sein, Vnnd was mir brengett freůde, Daß wirtt mir nemantz leidenn, Jch reddenn das bei meinem eidte, Jch wils jm pleiben holtt.

Sie thůntt sich bei mich setzenn, vnnd gebenn mir gůette wortt, Aůß jrem falschenn hertzenn, Jch hab es offt gehortt, Sei thůntt mich freůndtlich fragenn mein leidt sei hertzlich beclagenn, Die mich so falschlich tragenn, ich thůe als mirck ichs nitt.

Die mich regierenn mitt krefftenn woll offt aůff manchem artt, Sei dreiben vill der geschefftenn, Jch thrag es gar klein schůldtt,

So bin ichs nitt alleine, Man findett sei fast gemein, Die grossenn vnnd aůch die kleinenn, Dasselbig erfrewett mich.

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