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1568

Berliner Liederhandschrift vom Jahre 1568

Anoniem

Ein annders

Ein frůndtlich aůgenn winckenn, brengtt lůst meins hertzenn beger, Wann ich an die liebste gedenckenn, wie gern das ich bei jr wehr, Sie hefft ein frůndtlich wesenn, das anders nitt wesenn mag, Jch hab sie aůssverliesenn, ach mochtt ich bei jr wesenn, sie gefeltt mir wie lenger wie bas.

Wie schwar feltt mir mein leiden, das ich von der liebster můß sein, Boůen allen die dar liebenn, soll sie die liebste sein, Vmbfangen vnnd vmbringenn, hatt sie das hertze mein, Jn meines hertzen grunde, rast sie zů aller stůnde, wie mochtt mir besser gesein.

Achtt nitt die falschenn zůngenn, nitt mehr

als ich thun en mag, Las mich der frůndtschafft genesenn Schons lieb vnnd nitt verzagh, All sein mir zwey gescheidenn, So stell dein gedanckenn zů mir, All fahr ich vber gen heidenn, Stetz will ich nach dir beidenn, Desgleichenn thůe wiedder zů mir.

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