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1568

Berliner Liederhandschrift vom Jahre 1568

Anoniem

[127] Ein annder

Traůrenn dů bist mein eigen all geblebenn Trostloß bin ich voll pfantaseien, Datt hebben die neiders tongenn all bedreůenn, Wantt sei solais gnůgh benydenn, Sei machenn desperatt, desperatt all leidenn syddenn, Watt sei gepeis vonn liebden mogenn gestorrenn, Wie soldtt ich mich einiches Syns verbleidenn, Die liebste mag mich sehenn noch horenn.

O Lace nů ist idtt all gethan, War ich mich kerenn, off war ich mich wenden, och sei fleitt vonn mir, wan sei mich sichtt, mein freůde ist gantz zů einem ende, woltt sei mich trostenn die werde gemeinde, Vnnd gebenn mir ein freůndtlich aůgh vppschlagh, ach so wehr vergessenn drůck vnnd all ellende, offt alles watt mich derenn off leyenn mach.

Dedentt die neiders die idtt mochtenn merckenn, Jch sprech mein lieb war ich sei sege, Jch soltt jr gan sagen allett von fraw

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