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1568

Berliner Liederhandschrift vom Jahre 1568

Anoniem

[69] Ein annder

Saligh ist der tagh der mir das glůck verlehenndtt hat, vnnd hatt geholffenn mir, das ich hertzlieb wiederůmb bin khommen zů dir.

Jch danckenn der stůndt darzů hertzlieb dienenn roter můndt, die antwortt gab sei mir baldtt, die dir vnnd mir ist woll bekantt.

Die frag mich eich nitt en moth, Es seindt aůch vill der bösenn leůth, Die sůlch glůck vergůnnett han, noch můssen selbes schaůwenn ahn.

Ob ich nitt sei bei dir, Vnnd dů hertzlieb bei mir, so gib deinenn willenn darjn, Laß mich dir hertzlieb befolhenn sein.

Sei frůmb vnnd frei, Fůrchtt Gott bewar dein ehr darbei, bis daß Gott schickett die zeit, Die dich vnnd mich hertzlieb erfrewett.

Haltt fest an gottes wortt, Das bitt ich dich mein hochster hortt bleiff fromb vnnd trew bei myr, Jch will baldtt wiederůmb khommen zů dir.

Aůch dů mein Edler schatz, an dich gedenck ich tagh vnnd nachtt, vnnd kan vergessen deiner nitt, Mein hertz hatt sich zů dir gerichtt.

An dir ich vertzagh ich nichtt Darůmb iß dieß liedlein gedichtt, vmb dienenttwillenn erdacht, Ade hertzlieb zůůill gůetter nachtt.

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