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1568

Berliner Liederhandschrift vom Jahre 1568

Anoniem

[60] Ein annder

Lůstlich so hab ich mich aůßerweltt, meins hertzen ein ewigenn kron, Die mir jn meinem hertzenn gefeltt, boůenn andern Jůnckfrawenn schon, mitt thůgdenn ist sei sehr gezierett, das hůbsche Jůnckfrewlein fein, Des ist stetz zů ir gekertt, Das frům junge hertze mein.

Jch sagens nhu zů dieser zeitt, all aůß meins hertzenn grůnd, mein herze steitt steitt mitt gantzenn fleiß, nach ihrem roter můndt, So sall sie stetz die liebste sein, vnnd sein mein aůßerkorenn, Sie gefellt mir jn dem hertzenn mein, meinen dienst will ich nichtt sparenn.

Sie lest eß mich geniesen, meines hertzen einiges trost, Wan sie das krichtt zů wissenn Das ich nhů sein verlost von můgh vnnd auch vonn sorgenn, mein Syn aůff jr gestaltt, Daß redt ich vnůerborgenn, Sie mir allein gefeltt.

Jhr eigenn will ich sterbenn, Das redde ich ir fůrwar, ir traw will ich erwerben

Die liebde sall werden claer, die ich zů ihr hab getragenn, So manniche stůndt vnnd tagh, Nhůn will ich offentlich sagen Das machett Venůs macht.

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