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1568

Berliner Liederhandschrift vom Jahre 1568

Anoniem

[125] Ein annder

Mochtt ich hertz lieb bei dir gesein, nitt mehr woltt ich begerenn, Dů brengest groß freůde dem hertzen mein, Dů thůst mich baldtt des gewerenn, Heimlich vnnd still, das wer mein will, Wolstů mir das zůsagenn, Mein leidt iß groß, So gar ohn maß, Daß sei dir hertzlieb geclagett.

Mein liebes lieb, wie mag das gesein, So gar all jn dem hertzenn dein, das dů mir thrages so grossen haß, Laß ab vonn sůlchem schertzenn, Dů thůst groß pein dem hertzen mein, Dů hast mein hertz schier zůbrochenn, Mannich zeitt vnd stůndtt, Dů hast důrchwůndtt, mein hertz mitt einer strall důrchschossenn.

Behaltt dich woll mein schones lieb, Laß dů den hůndtt nitt hinckenn, Vnd schlůß mich jn das hertze dein, Laß mich darauß nitt sinckenn, Haltt hartt ahn mir, alß ich an dir, nitt mehr will ich begerenn, Breches dů ahn mir, Gott reches an dir, Vnsere liebde soll ewig weren.

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