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1568

Berliner Liederhandschrift vom Jahre 1568

Anoniem

[48] Ein annder

Frolich so willen mir singen, schla dein weib, vmb denn kop, mitt klůppelenn solstů sei schmerenn, verdrinckenn ihr mantell vnnd rock, vnnd treitt sei mitt den fůssenn, vnnd zůgh sei bei dem har, thůitt ihr das verdriessenn ich hůir ein stim so sůsse, vnnd gib jr einenn schlagh.

Vnnd schmer sei vmb die lendenn, mitt einem haselenn stock, stos ir denn kap woll vmb die wende. vnnd trett sei jn den sack, der schleg salstů dich fleittenn, erschla sei mir zu gar, so dir woltt entrynnenn, der wechter auff der zinnenn, der nimbtt jr ebenn whair.

Also solstů sei straffenn, wolstů sei haben zam, Befliß dich bei deiner ehre, Das dů sei schlagest lam, an henden vnd an fůssenn, das sei nitt laůff darůon, Also salstů sei straffenn, so leůfft sei zů keinem pfaffen, Dan wirtt sei dir vnderthan.

Jch singenn vonn bosen weibenn, Denn

gůthenn gahetz nitt ahn, Die altzeitt Buberei dreiben, vnnd haben guette man, Die sall men also straffen, das sei werden vnderthann, Man sall sei trewlich erhenn, Die stobenn mitt jn keren, nicht trotz vnnd laß darvon.

Hůett eůch ir frome alle, fůr diese tageweis ob es emantz nitt gefelle, So habentt gůetten fleiß, gegen ewer menner alle, vnnd seitt jr vnderthan, Das ir das mogenn verdragenn, also vbell nitt werden geschlagenn, Das iß altzeitt mein rath.

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