Ach, was hast du getan, ach, was hast du verschuldt, Du Brunn der Freundlichkeit, du Ursprung aller Huld, Daß du gekreuzigt bist! Du unbeflecktes Kind, du reiner Jungfraunsohn,
Du sanftmutvolles Lamm, du weißer Keuschheit Thron, Ach, was hast du getan! Du himmelische Lieb, du kleiner großer Gott, Ach, warum hängst du da! Ach, warum bist du tot!
Ach, warum ists geschehn! Ists, daß du mir mein Herz mit deinem Pfeil verwundt, So hast du wohl getan; denn schau, ich bin gesund, Ich bin gesund davon!
Was leidest du denn dies? Weil du mir nichts getan? Weil ich dich, o mein Kind, auch nie geklaget an Und stets gepriesen hab. Ach ja, ach du vergießt dein rosenfarbnes Blut,
Gleich wie ein Pelikan für seine Küchlein tut, Daß ichs genießen soll! Ists dies, du süßer Gott? Ists dies, mein Pelikan? So fülle doch mein Herz und Seel damit ganz an
Und wandle mich in dich. Denn schau, ich wünsche mir mit großer Innigkeit, Dein Ebenbild zu sein und so zur Dankbarkeit Für dich gekreuzigt stehn.
Drum werd ich dich, mein Kind, anrufen für und für Und warten mit Geduld bei deiner Gnadentür, Bis ich gekreuzigt bin.
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