Ich war deß Teufels Selav un gieng in seinen Bande:
Ich war mit Sünden-Wust verstellt un bluttig roth:
In Wollust weltzt’ ich mich wie eine Sau im Koth:
Ich stank für Eitelkeit die häuffig war vorhanden:
Ich war dem Abgrund nah un sieng schon anzustran-
den:
Ich lebte wie ein Vieh und fragte nicht nach GOtt
Ich war ein Schatten Mensch un noch lebendig Todt.
Nu bin ich widerumb in Christo auferstanden
Und lebendig gemacht: die Ketten sind entzwey
Der Teufel ist verjagt und ich bin loß und frey.
Ich suche GOtt allein mit eifrigem Gemütte
Und gebe mich Jhm auf. Was Er mir jmmer thut
In Zeit und Ewigkeit daß sprech’ ich alles gut.
Ach daß Er mich doch nur für mehrerm fall behütte!